Meine Schuljahre und Erlebnisse im Dorottya Kanizsai Gymnasium in Szombathely, Ungarn (1988-1992).
In unserer Stadt konnte man damals aus zwei Gymnasien wählen.
Da das Kanizsai mich schon im voraus in einen Vorbereitungskurs eingeladen hat, war es für mich klar welches ich dann nehmen werde.
Dieses hatte auch noch den Vorteil, dass das Gebäude neben einem Park steht, so war die Umgebung sehr ruhig, und einige Körperbildung und Kunststunden konnten in der Natur gehalten werden.
Ich ging in die
A
fortschrittliche Mathematikklasse, die aus den Mitgliedern eines Vorbereitungskurses aufgestellt wurde, wohin ich wegen meiner Ergebnisse aus der
Grundschule reingekommen bin.
Deshalb wurden die Mitschüler dieser Klasse besonders oft an naturwissenschaftliche Wettbewerbe geschickt.
Auf dem Bild zeigen Sie auf die Gesichter dann erscheint der Name der Person.
Wegen meinem Namen war ich fast immer dran wenn ein Lehrer jemanden für eine Abfrage so ausgesucht hat, dass er das Klassenbuch aufgeschlagen hat, da ich genau in der Mitte war...
Obwohl der größte Teil der Klasse rein real eingestellt war, hatten wir immer humane Klassenleiter (vielleicht als Kompensierung?)
- 1. Klasse
- Mária Szalay Ungarisch/Deutsch-Lehrerin.
Mit ihr hatte ich keine Probleme, ich hatte auch kaum Stunden mit ihr.
- 2.-4. Klasse
- Katalin Tiszai eine echte Ungarisch-Lehrerin aus Siebenbürgen.
Am Anfang wollte sie aus uns auch eifrige Patrioten machen, aber später wurde sie wahrscheinlich von uns zurückgehalten...

In dieser Zeit durfte ich immer mehr Stunden auslassen (siehe unten), so hatte ich in der letzten Klasse fast mehr Freistunden als normale Unterrichtsstunden.
Meine
Schulergebnisse waren
schon immer gut, manchmal sogar ausgezeichnet, obwohl ich nie gelernt habe.
Ich habe meine Freizeit viel lieber mit anderen sinnvolleren Sachen verbracht:
ich habe sehr viel gelesen und am Computer gearbeitet, oder ging zum Basketballtraining.
- 1. Klasse
- Ich bin am
János Irinyi Chemiewettbewerb zweiter
geworden, mich hat man trotzdem an die nationale Endrunde nicht weitergeschickt.
Im Punktewettbewerb der Mittelschulen Mathematikblätter habe ich
Sonderlob erhalten.
An einem Basketballtraining bin ich unglücklich gefallen und mein
Knie ist gebrochen.
Deswegen habe ich viel gelitten, was man auch an der Anzahl meiner Fehltage bemerken konnte, deshalb musste ich sogar fast extra Abschlussprüfungen ablegen, aber den Lehrer tat ich leid, so hatte ich am Ende nur Bestnoten bekommen.
Für meine Schulleistung habe ich sogar ein
Lob vom Klassenleiter bekommen.
- 2. Klasse
- Ich wurde fünfte in der Bezirksrunde am
János Irinyi Chemiewettbewerb.
Ich habe die nationale Endrunde am
Tihamér Nemes Computerwettbewerb erreicht.
Ich habe an der
microCAD Ausstellung und am anschließenden Programmierwettbewerb in
Miskolc teilgenommen.
Mir wurde erlaubt den PC in der Schulbibliothek zu benutzen.
Im Sommer habe ich mit mehreren Mitschülern zusammen als Hilfskraft an der Internationalen Physikkonferenz (ICPA) eine Woche lang gearbeitet.
- 3. Klasse
- Als Spezialstunden habe ich Mathematik und Physik gewählt.
Ich habe den zweiten Platz in der nationalen Endrunde am
Gordius line Mathematik-Informatik Wettbewerb belegt.
Ich wurde 17. in der nationalen Endrunde am
Tihamér Nemes Programmiererwettbewerb.
Mit diesem Ergebnis wurde ich ohne Aufnahmeprüfung an den Programmierender-Mathematikerfach der ELTE aufgenommen.
Ich habe die Sprachprüfungen in Russisch, Deutsch und Englisch abgelegt, so musste ich auf keinen Sprachunterrichtsstunden mehr teilnehmen.
Mein krankes Knie machte viele Probleme, deshalb musste ich wieder viel Unterricht auslassen, aber zumindest wurde ich vom Sportunterricht entschuldigt, und in diesem Jahr waren meine Endnoten wieder alle ausgezeichnet.

Wegen meiner Ergebnisse wurde ich in eine Mathematik Begabtenförderungskreis eingeladen, deshalb konnte ich wöchentlich eine Gesichtsstunde auslassen, da diese die letzte Stunde war und ich schon weggehen musste damit ich rechtzeitig da erscheinen konnte.
Im Sommer habe ich meinen
Führerschein gemacht.
- 4. Klasse
- Aus den vorgeschriebenen gesellschaftlichen Pflichten und Kenntnisse hat die ganze Klasse gleich am Anfang eine Prüfung abgelegt.
Diese Prüfungsmöglichkeit hat mir sehr gefallen, so habe ich am Wochenende das Biologiebuch zweimal durchgelesen, und an der nächsten Biologiestunde der Lehrerin mitgeteilt, dass ich auch aus Biologie eine Prüfung ablegen möchte.
Die Lehrerin war zuerst skeptisch, aber ich durfte es machen.
Nach einer Woche hat dies die ganze Klasse mir nachgemacht...
Also somit hatte ich schon die Sprachstunden, Biologiestunden und Sportstunden frei, und währen dieser vielen Freistunden durfte ich den Schulcomputer benutzen.
Später habe ich sogar eine
Genehmigung bekommen,
damit ich jeder Zeit den neu eingerichteten Computerraum benutzen darf.
Für die jüngeren Mitschüler habe ich sogar im Rahmen des Technikunterrichts Grundanwenderkenntnisse unterrichtet, und ich habe bei der Korrektur der Arbeiten am Tihamér Nemes Programmiererwettbewerb mitgeholfen.
Wegen meinem 17. Platz am vorjährigen Programmiererwettbewerb wurde ich in einen Computer-Begabtenförderungskreis in Budapest eingeladen, so durfte ich alle zwei Wochen einen Tag aus der Schule fehlen, und so schon wieder eine Geschichtsunterrichtsstunde ausgelassen...

Ich habe die nationalen Endrunde am
OKTV Mathematikwettbewerb erreicht.
Ich habe einen Sonderpreis an der Bezirksrunde am
Loránd Eötvös Physikwettbewerb für
meine außergewöhnlich schöne Lösung erhalten.
Ich habe die Sprachprüfungen auf höchster Stufe versucht mit mehr oder weniger Erfolg.
Wegen meiner Ergebnisse habe ich eine
Belobigung von
meiner Klassenleiterin bekommen.
- Abitur
- Wenn ich ehrlich bin waren die letzten 2 Tage die einzigen während meiner Zeit im Gymnasium wenn ich wirklich mich hingesetzt und gebüffelt habe.
Wie erwartet war ich nur in Literatur nicht so gut, in Geschichte musste ich zum Glück über die Zeiten der großen Entdeckungen erzählen, was auch noch ich interessant fand und so mir es gut eingeprägt habe.

Als Abschlusserinnerung hat jeder Mitschüler
dies bekommen.
Die Teilnahme an so vielen Wettbewerben hatte auch den Vorteil, dass ich wegen meiner Ergebnisse ohne Probleme an die
Uni aufgenommen wurde, und für die höheren Runden habe ich den Tag frei bekommen.